Meine Eltern waren Übungsleiter in der LA-Abteilung des TSV Nieukerk. Meine Mutter betreute die D-Schüler/innen. Alleine zuhause bleiben, als 4-jähriger, durfte ich nicht. Zwangsläufig musste ich mit zum Training. 

Dies war sowieso vorprogrammiert, denn meine Geschwister betrieben auch LA. Mein Bruder Florian wurde später Deutscher Jugend-Vizemeister im Diskuswerfen, meine Schwester Vanessa ist mehrfache Kreismeisterin und warf immerhin den Diskus über 33 m, meine Schwester Lena hält heute noch den Kreisrekord im Ballwerfen der Schülerinnen W8 mit 32 m.

Das Training mit den 3-4 Jahre älteren Kindern hat jedenfalls riesig Spaß gemacht, da ich die Schlagbälle zurückwerfen durfte. Da die Bälle jedoch aber immer über die Gruppe zurückflogen durfte ich die Bälle nur noch rollen. 

Später hab ich eigentlich alle Disziplinen betrieben. Am besten lief es allerdings im Schlagballwurf. Hier gehen alle Kreisrekorde in den Klassen M9-M15 auf mein Konto. 

Dies kam allerdings auch durch die zweite Sportart die ich betrieben habe, dem Handballsport. Meine Mutter und meine beiden Schwestern spielten Handball, also hab ich es auch ausprobiert. Dies war auch ein tolle Sache. In der C-Jugend spielten wir sogar in der Niederrhein-Runde. Als B-Schüler musste ich mich allerdings entscheiden. Handball oder Leichtathletik - beide Sportarten intensiv zu betreiben ging nicht.

Zu dem Zeitpunkt bin ich mit dem Bazillus "Diskus" infiziert worden. Ich wollte Diskuswerfer werden, wie mein Bruder. Also entschied ich mich für Leichtathletik. Keine leichte aber auch keine Fehlentscheidung. 

Im Herbst 2006 bekam ich Post von Tino Lang, Sportlehrer an der Sportschule Potsdam. Er fragte nach ob ich nicht Lust hätte an die Sportschule zu kommen. Mein Vater hielt das Schreiben für einen Irrtum und rief Herrn Lang an und wollte ihm erklären, dass Nieukerk nicht in Brandenburg sondern an der Holländischen Grenze, also rund 550 km entfernt liegt. "Es ist kein Irrtum, wir würden Phillip gerne in Potsdam sehen" meinte Tino Lang damals.

Da hatte ich mir den nächsten Bazillus eingefangen, den des Leistungssports. Sehr zum Leid meiner Eltern, die ihren Jüngsten als 13-jährigen in die Ferne ziehen lassen mussten, was denen auch Jahre später immer noch Probleme bereitet.

Aber es sollte sich sportlich lohnen. Im Ballwurf  (M15) gelang mir mit 102 m der geilste Wurf aller Zeiten. Sicherheitshalber ließ Tino Lang den Ballwurfsektor in Löwenberg vor dem Wettkampf quer über den Platz legen, sonst wäre solch ein Wurf niemals möglich gewesen. 

Im Diskuswerfen konnte ich neue Nordrheinrekorde der Klassen M14 und M15 aufstellen. Mit den Schülern der Sportschule Potsdam wurde ich Schulweltmeister in Tallinn.

Bis 2008 bin ich noch für den TSV Nieukerk gestartet. Zum SC Potsdam wechselte ich in 2009, da mein Vater meinte "die in Potsdam machen die Arbeit, dann ist es nur richtig, dass der SC davon profitiert".

Platzierungen und Titel bei Nordrhein-, Westdeutschen- und Deutschen Meisterschaften sowie die Teilnahme bei der Jugend WM in Brixen und der Junioren EM in Tallinn zeigen das es die richtige Entscheidung war die Heimat in Nieukerk in Richtung Potsdam zu verlassen.

Mal sehen wie es weiter geht

Phillip

Name: Phillip
Nachname: van Dijck
Spitzname: Wessi/Van Dick
Geburtsdatum: 23.08.1993
Größe: 189 cm
Gewicht: 105kg
Geburtsort: Kempen
Wohnort: Potsdam West
Kader: B Kader
Trainer: Jörg Schulte
Verein: SC-Potsdam seit 1.01.2009
vorheriger Verein: TSV Nieukerk bis 2008
Ehemalige Trainer: Heinz Hünnekes, Paul van Dijck, Tino Lang, Jürgen Schult
Alter: 18
Haarfarbe: Dunkel blond
Sternzeichen: Löwe
Beruf: Ausbildung zum Sport Assistent
Besonderheiten: lässt sich nie unterkriegen, kämpft bis zum letzten Versuch